Neben (auch räumlich) der großen Diyanet - Moschee hat sich die kleinere muslimische Gemeinde des “Verbandes der Islamischen Kulturzentren e.V.” in den vergangenen Jahren - weitgehend in Eigenarbeit die Räume einer ehemaligen Metzgerei zu einer wunderschönen Moschee umgebaut, die einen Besuch allemal lohnt.

Hier sehen Sie den Blick in den Gebetsraum, der mit herrlichen orientalischen handbemalten Kacheln geschmückt ist, die direkt aus der Türkei importiert werden mußten.

In der Mitte des Raumes sieht man die Gebetsnische, die die Gebetsrichtung nach Mekka angibt.

Sie nennt sich Mihrab und ist für den Hodscha oder den Vorbeter bestimmt. In der 2. Sure des Korans, 150. Vers heißt dazu es: “Wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee (Kaaba in Mekka / Saudi-Arabien).”

Fünfmal täglich wird hierhin zum Gebet eingeladen.

Rechts neben der Gebetsnische befindet sich der Mimber (Bild links), was soviel wie erhöhte Stelle bedeutet. Bevor der Prophet eine Kanzel errichten ließ, war er gewohnt, sich bei seinen Predigten an einen Palmenstamm in der Moschee zu lehnen.

Die Stufenkanzel wird lediglich während des Freitags- und Festgebets verwendet.

Wichtiger Bestandteil einer Moschee ist der Kürsü, (Pult/Katheder/Kanzel Kanzel), rechts im Bild). Im Gegensatz zum Mimber (oben) besitzt diese Kanzel eine Sitzmöglichkeit für den Prediger, der von dort aus zu verschiedenen Anlässen seine Reden hält. Dazu gehören allgemeine Predigten an Freitagen, Wochenenden, sowie an heiligen Abenden und besonderen Feierlichkeiten, wie Hochzeitsfest und Beschneidungsfest.

Mehr über die Inneneinrichtung einer Moschee finden Sie bei der Beschreibung der Diyanet-Moschee. Zu jeder Moschee gehören auch Waschräume für die rituellen Waschungen der Muslime vor dem Gebet.

Auf dem Bild links sehen Sie rechts unten die Durchfahrt auf den Innenhof (Eingang zur Moschee). Von vorn befindet sich der Zugang zum Gebetsraum der Frauen. Neben den Gebets- und Waschräumen gibt es noch Räume für Koranunterricht und Nachhilfe, eine Küche und Büros für Hodscha (Hoca) und Vorstand.

Unten sehen Sie den ursprünglichen Zustand des Gebäudes, das mit großem Aufwand und viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder umgebaut und renoviert wurde.